Pressestimmen über die         Horneburger Schlossweihnacht 2002

Hinter den Kulissen war's Knochenarbeit

10.12.2002 / WAZ-LOKALAUSGABE / DATTELN

Zwei- bis dreijähriger Rhythmus für

"Schlossweihnacht" im Gespräch - Erlös für die Jugend

Ambiente - das ist wohl das Schlüsselwort für den sagenhaften Erfolg der ersten "Schlossweihnacht" in Horneburg.  Es stimmte einfach alles. Das illuminierte Schloss, Anheimelndes aus Großmutters Zeiten, eine lebende Krippe als Attraktion  und natürlich auch der Nikolaus, nach dessen Auftritt der Schlossplatz praktisch überrollt wurde. Für

die Besucher war die "Schlossweihnacht" schlicht eine Klasse für sich. "Für die, die

sich richtig 'reingekniet haben, war's eine Knochenarbeit", schildert "Dorfsprecher"

Wilhelm Müschenborn den Ablauf hinter den Kulissen. Besonderes Lob erfährt in dem

Zusammenhang das Förderschulinternat. Ohne die Unterstützung durch das Team um

Internatsleiterin Margret Hartmann, so Müschenborn, "hätten wir das gar nicht machen

können".

 

Weil's so viel Arbeit ist, steht eine von vielen (Auswärtigen) erwartete Neuauflage für

das kommende Jahr vorerst nicht zur Disposition. Bei einer Dorfversammlung im

Frühjahr soll über einen etwaigen zwei- oder dreijährigen Rhythmus entschieden werden.

Fest steht indessen, wer den Erlös erhalten wird: es sind dies die Jugendabteilungen des

Blasorchesters und des SV Horneburg sowie die sich demnächst gründende Jugendfeuerwehr.

Den alten Zauber neu entdeckt

09.12.2002 / WAZ-LOKALAUSGABE / DATTELN

Die "Schlossweihnacht" feiert in Horneburg eine rauschende Premiere

Selbst auf dem weitgehendst beackert geglaubten Feld "Weihnachtsmarkt" geht noch

was Neues. Wenn die Horneburger Dorfgemeinschaft etwas in die Hand nimmt, dann

kann man sicher sein, dass was Tolles dabei heraus kommt. Die Umsetzung der Vision von

einer "Horneburger Schlossweihnacht" feierte am Wochenende "rauschende" Premiere.

  

Tausende Besucher drängten sich am Samstag und Sonntag zwischen den 27 Ständen, die

Vereine, Verbände, Organisationen und Geschäftsleute aus der alten Freiheit unter

den Türmen des Schlosses aufgebaut hatten.

 

Wohltuend die nostalgische Atmosphäre, so "wie Fritzchen sich einen richtigen Weihnachtsmarkt vorstellt". Selbstgebasteltes war im Angebot. Für gute Zwecke oder auch einfach für die Vereinskasse. Ein bisschen was "kommerzielles" im Rahmen der Angebotspalette unter dem eng begrenzten Oberbegriff "Weihnachten" gab`s auch.

Stöbern und fündig werden für das ein oder andere ausgefallene Geschenk machte so richtig

Spaß. Unterhaltung in vielerlei Form war im Angebot. Es gab u.a. die Runde, die bei

knackiger Kälte auf Bänken mit warmen Schaffellen um die offene Feuerstelle im

Schlosspark saß und "live" vor gelesenen weihnachtlichen Geschichten lauschte. Aber

auch Schafe, die ihre Wolle noch selbst spazieren trugen, waren zu bewundern. Die

jungen BewohnerInnen des Förderschulinternates huschten als "Schneemänner" oder "Stutenkerle" durch die Menge oder unterhielten musikalisch auf der Bühne oder nach Einbruch der Dunkelheit als "Inhalt" der "geöffneten Türchen" (Fenster) des zum riesigen

Adventkalender um funktionierten und malerisch illuminierten Schlosses.

 

In der alten Schlosskirche war eine Ausstellung mit Krippen von Bürgern der

Schlossgemeinde zu bewundern und am Samstagabend erwachte im Schlosshof eine

"Krippe zum Leben". Just dahin hatten sich am späten Nachmittag auch St. Nikolaus und Knecht Rupprecht angeführt vom Horneburger Blasorchester durch eine unübersehbare

Menschenmenge durch gekämpft.

  

Es gab an beiden Tagen viel Musik, z. B. vom HBO, dem Kirchenchor und vom Chor der

russischen Gemeinde der hl. Boris und Gleb. "Geheimnisvoller Sternenzauber im schwarzen

Licht" erfreute ebenso wie "Rotkehlchens feuerrote Federn" und "jonglierende Nikoläuse"

und, und, und . . . Irgendwo war immer irgend etwas los. Natürlich war auch von süß bis

pikant, und von erfrischend und erwärmend bis hochprozentig für das leibliche Wohl der

Besucher gesorgt. "Den Schatz bewahren - den Zauber neu entdecken" stand als Motto an einem Stand zu lesen. Das ist den Horneburgern mit der "Schlossweihnacht", die hoffentlich in

genau dieser Form schöne Tradition werden wird, im wahren Wortsinn gelungen.

  

joter

Schlossweihnacht macht die Begegnung möglich

Montag, 09. Dezember 2002 | Quelle: Dattelner Morgenpost (Datteln)

  

von Hartmut Salle

  

Weihnachtliche Flötenklänge schallen von der Brücke des Schlosses herüber, wo Schnee- und Lebkuchenmänner die Gäste zur Schlossweihnacht begrüßen. Und die strömen in Scharen aufs Internatsgelände. Dort präsentiert die Horneburger Dorfgemeinschaft einen Weihnachtsmarkt, der in unserer Region seinesgleichen sucht. Ganz besonders, was die Atmosphäre anbelangt.

  

Die Weihnachtsfeiern und -gottesdienste im Schloss haben eine lange Tradition. In diesem Jahr wurde die Idee umgesetzt, mit einer Schlossweihnacht die dörfliche Gemeinschaft noch näher zueinander zu bringen. Und dafür haben das Mitarbeiter-Team im Schloss, die Jungen und Mädchen und die Horneburger Vereine sich richtig "ins Zeug" gelegt. Gerade die Kinder aus dem Förderschulinternat waren in den vergangenen Wochen hochmotiviert zu Werke gegangen, um einen Markt voller Atmosphäre zu schaffen. Dabei wurde ihnen gleichzeitig eine Menge von Tradition und Brauchtum vermittelt. "Man kann nur das weitergeben, was man selber kennt", so Internatsleiterin Margret Hartmann, und: "Die Schlossweihnacht soll ein Fest der Begegnung sein. Unsere Kinder und Gäste sollen erleben, dass das Christfest nicht nur Kommerz ist. Wir wollen innehalten in der Hektik, verweilen, miteinander ins Gespräch kommen in einer Atmosphäre, die Begegnung begünstigt. Wir sind ein Teil der Dorfgemeinschaft und wollen das zeigen. Und auch die Kinder sollen zu Wort kommen und über Lieder, Spiel und Tanz Tradition erleben."